Studioleiter Ronald Blum

Ronald Blum studierte Musikpädagogik, Musik und Bewegung (Diplom) sowie Pantomime und erhielt 1986 den Folkwang-Hochschulpreis. 1992 gründete er SCALA11, eines der großen Tanzstudios der BRD (s. auch Presse). Seitdem leitet er das Studio, wo er und seine Mitarbeiter moderne und klassische Tanz- und Bewegungsstile für Schüler aller Altersstufen und Levels unterrichten.

Ronald Blum arbeitet seit 25 Jahren mit Kindern, Amateuren, Studenten und professionellen Darstellern und hat mit ihnen zahlreiche Aufführungen in Theatern und Museen, in industrieller Architektur, in der Natur und auf der Studiobühne von SCALA11 durchgeführt. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt heute im zeitgenössischen Tanz mit Kindern. Ronald Blum arbeitet dabei nach eigenen Konzepten, die auf kindgemäße, aber fordernde Art zeitgenössischen Tanz, Improvsationstechnik und Tanztheater vermitteln. Ronald Blum begleitet den Unterricht selber am Klavier.

Im Jahr 2004 erschien im Athena-Verlag sein zweisprachiges Buch "Die Kunst des Fügens", das 20 Jahre Pionierarbeit zusammenfasst und von der Fachpresse als grundlegende Veröffentlichung zum Thema "Improvisation" vielfach gelobt wurde. Es kann direkt beim Athena-Verlag bestellt oder in jedem Buchhandel erworben werden.


Ausschnitte aus Rezensionen:

"Es gelingt dem Autor, die zentralen Fragen, die im Laufe von Improvisationsarbeiten auftauchen, systematisch zu formulieren und umfassend zu beantworten... Sein langjähriges und reiches Erfahrungsfeld wird beim Lesen immer wieder spürbar... Zahlreiche Fotos illustrieren das Buch sehr ansprechend und verstärken die Lust aufs Ausprobieren und Selber tun. Das Werk ist klar und übersichtlich gegliedert. Blums Ideen und Gedanken sind nachvollziehbar beschrieben. Alle Erkenntnisse sind am Ende der einzelnen Kapitel nochmals zusammengefasst. Ein sehr empfehlenswertes Buch." (Susanne Rebholz in "Orff-Schulwerk-Informationen" Sommer 2005)

"Ronald Blum... weiß, wie umfassend Tanzimprovisation ist, und dieses Wissen prägt das vorliegende Buch. Die komplexen Vorgänge der... Improvisation... werden sorgfältig gegliedert und übersichtlich aufgezeigt... Die ´Kunst des Fügens´ ermutigt, sich der Tanzimprovisation fundiert zu widmen." (Ursula Tobler in "Rhythmik" Juni 2005)

"...die Ausführungen (sind) eine Zusammenfassung dessen, was vielen Improvisierenden als Handlungswissen zur Verfügung steht... Ronald Blums Verdienst ist es, dieses Wissen auszusprechen, und er tut dies mit einer Klarheit, die nichts zu wünschen übrig lässt... es gibt keine vergleichbare Publikation auf Deutsch. Blum schreibt klar, anschaulich, mit gut gewählten Beispielen und übersichtlichen Zusammenfassungen. TänzerInnen, RhythmikerInnen und MusikpädagogInnen, improvisierende MusikerInnen, Improvisationsneulinge und ´alte Hasen´ werden das Buch Gewinn bringend durchschmökern oder studieren." (Beate Robie in "Üben und Musizieren" November 2005)


Umschlagtext:

In seinem Buch >Die Kunst des Fügens< gelingt es Ronald Blum mit einzigartiger Konsequenz, den vielfältigen Methoden der Tanztheaterimprovisation eine theoretische Grundlage zu geben.

Im Gegensatz zu dem, was häufig als Improvisation gelehrt und praktiziert wird, begründet Ronald Blum die Notwendigkeit einer Technik, die er als überraschende Erfahrungswissenschaft präsentiert: Wo man ein Plädoyer für Kreativität erwartet, spricht er von Gebundenheit. Er führt den Begriff der "Kunst des Fügens” ein und weist dem Improvisierenden eine Rolle zu, die eher an einen asketischen Weg als an ekstatische Selbsterfahrung erinnert. Als erfahrener Praktiker beleuchtet er die Technik der Improvisation nicht nur aus der Sicht des Tänzers und aus der Perspektive des Improvisationsgestalters, sondern er ergänzt seine Betrachtungen zusätzlich um den Blickwinkel eines neu eingeführten "Improvisationsbegleiters”.

Trotz der übergelagerten philosophischen Ebene verliert der Leser das Ziel des Buches nie aus den Augen: Ronald Blum zeigt Wege, die das Abenteuer des gemeinsamen Gestaltens zu einer schlüssigen und künstlerisch überzeugenden Gruppenimprovisation führen. Beispiele und motivierende Werkstatteinblicke geben erfahrenen Tänzern und Choreographen, Pädagogen und Anfängern gleichermaßen ein lebendiges Bild der Tanztheaterimprovisation. Viele der insgesamt 48 illustrierenden Fotografien stammen aus der Kamera von Ursula Kaufmann, die bereits 1998 mit einem Bildband über die Arbeit von Pina Bausch bekannt geworden ist. Barbara Haselbach (2003 emeritierte o. Univ. Prof. für Tanz, Universität Mozarteum Salzburg) äußert sich zur vorliegenden Arbeit zusammenfassend: "Es ist tatsächlich etwas, was in dieser Form meines Wissens so nicht zu finden ist. Keine Wiederholung von Bekanntem, Akzent auf klar dargestelltem Niegesagtem…”


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