Zerstörter Friedhof Zerstörter Friedhof Zerstörter Friedhof Präsentation ParkWay B1 am 09.02.07 Künstlerzirkel 09.02.07 Bildanalyse 09.02.07 Künstlerzirkel 09.02.07 Künstlerzirkel 09.02.07
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Zielsetzungen/ Protokolle von den ersten drei Treffen: ZIELSETZUNGEN Mit dem Künstlerzirkel hat Ronald Blum im Studio SCALA11 in Essen-Werden eine neue Veranstaltungsform für Kunstschaffende aller Disziplinen ins Leben gerufen. Eingeladen zu den etwa monatlich stattfindenden Treffen sind erfahrene Künstler aus den Bereichen Musik, Bildende Kunst, Tanz, Architektur, Theater, Film & Literatur sowie Nachwuchstalente und Interessierte der Region, die in einer Mischung von Seminar und Präsentationsforum übergreifende Impulse für den eigenen Schaffensprozess erhalten möchten. Für die Abende des Künstlerzirkels sind verschiedene Programmpunkte und Vorgehensweisen geplant. Spontane und vorbereitete Performances, Präsentationen von Ideen und Projekten werden auf ihre Entstehungsweise und die Konsequenz der Durchführung hin analysiert und diskutiert. Gemeinsamkeiten individueller künstlerischer Entwicklungsprozesse werden ermittelt und im weiten Kontext von Erfahrungswissenschaften östlicher Herkunft gedeutet; Grundstrukturen werden aufgedeckt, Fallen entlarvt. Raumimprovisationen und künstlerisch-aktive Meditationen bieten schließlich praktische Gelegenheiten, neue Zugänge zu persönlichen Potenzialen und Fragestellungen der Teilnehmer schaffen. Im Laufe jedes Abends wird ein kurzer Vortrag gehalten. Rahmenthemen für die geplanten Vorträge sind: Kunst und Spiritualität Kunst und Erfolg Wahrheitsforschung contra wirtschaftliches Denken Sinn, Unsinn und tieferer Sinn der Technik Umgang mit dem Wunsch nach Anerkennung Kriterien zur Beurteilung von Kunst Kunst als Lebensweg Ronald Blum, der den Künstlerzirkel leitet, studierte Musik, Pantomime, Tanz und arbeitete mit Bildenden Künstlern und Architekten. Der Folkwang-Preisträger gründete 1992 das Studio SCALA11, das den passenden Rahmen für den Künstlerzirkel bietet. Sein 2004 zweisprachig erschienenes und von der Fachpresse vielfach gelobtes Buch "Die Kunst des Fügens" beleuchtet künstlerische Schaffensprozesse aus der Sicht der Tanztheaterimprovisation. PROTOKOLL VOM DRITTEN KÜNSTLERZIRKEL-TREFFEN AM 18.05.07 19.30 h Begrüßung durch Ronald Blum. Fahrt zum auf dem Pastoratsberg verwunschen liegenden jüdischen Friedhof, der vom Januar-Sturm weitgehend zerstört wurde (s. Fotos), aber so zu ungewöhnlicher, makabrer Schönheit kam. 20.00 h Schweigendes Begehen. Alte jüdische Gesänge begleiten (per Ghettobluster) die Aktion, die Sonne wirft ihre letzten Strahlen durch die Zweige. Nachher Austausch vor dem Friedhof. Die Teilnehmer sind fasziniert; die Wahrnehmungen reichen von beunruhigender Zerstörung bis zu unbeschreiblicher Schönheit. Transfer zum letzten Künstlerzirkel, bei dem Dualität als Kriterium für fortgeschrittene Kunst zur Sprache kam. Die Dualität ist auf dem Friedhof in krasser Weise spürbar. Diskussion darüber, ob der Friedhof ein Kunstwerk ist und ob man ihn so als Kunst präsentieren könnte. Rückfahrt zu SCALA11. 21.00 h Sabrina Klammer berichtet von ihrer Beteiligung an dem Education-Projekt "Hauptschule in Bewegung", welches im Bochumer Schauspielhaus aufgeführt wurde. Sie zeigt einen Ausschnitt der DVD. Aufgrund der vielen beteiligten Künste (Tanz, Theater, Musik, Video, Bühnenbild) ist der Focus der Künstlerzirkel-Teilnehmer sehr unterschiedlich. Fragen zur Entstehung des Stücks, Rückmeldungen an Sabrina Klammer. Diskussion über die "Fallen" bei der Arbeit mit den Jugendlichen. Auch: Wie können die Künstler, in diesem Fall die Jugendlichen, einen persönlichen Bezug zum Thema finden. Exkurs: Wie weit ist ein Bezug nötig/ wie viele Kompromisse müssen Künster dafür machen/ was bedeutet eine "Erweiterung des Horizontes"/ wie weit kann man den Horizont überhaupt erweitern und ist Kunst dann noch möglich oder überhaupt nötig? 22.30 h- 23.00 h Sabrina Klammer stellt ihre Idee zu einem Anschlussprojekt vor. Als Thema hat sie ausgesucht: "Zu Hause". In der Diskussion stellt sich heraus, dass das Thema schnell in einer Sackgasse landen kann, wenn Nationalitäten oder Herkunftsfragen in den Vordergrund gestellt werden. Es scheint geeigneter, "zu Hause" in dem Sinne zu verstehen, wo man sich wohl und geborgen fühlt. 23.00 h Abschlussworte, Verabschiedung PROTOKOLL VOM ZWEITEN KÜNSTLERZIRKEL-TREFFEN AM 20.04.07 Begrüßung durch Ronald Blum. Kurzer Bericht über den Künstlerzirkel selber: Erwartungen/Wirksamkeit der Öffentlichkeitsarbeit Peter Davids berichtet über den weiteren Verlauf seines Projektes "ParkWay B1". Es schließen sich Diskussionen an über die Prozeduren bei der Entstehung von künstlerischen Großprojekten: Welche Gefahren und Chancen liegen darin, dass viele Personen und Institutionen bei Planung und Durchführung beteiligt sind? Haupt-Gefahr: Die eigentliche "Idee", "Aussage" oder "Form" verschwindet im "Kuddelmuddel". Diskussionen über Form/ Gliederung in der Kunst und darüber, was den Künstler/ Mensch zu Form und Ordnung bewegt. Wahrnehmungsschulung wird als Voraussetzung genannt, um verschiedene Ordnungen erleben zu können. Die Idee des Abbilds einer kosmischen Ordnung kommt ins Gespräch: Ordnung im Kleinen/ durch die Kunst als Abbild einer erahnten, aber in ihrer Komplexität kaum erfahrbaren großen Ordnung, in der die Gegensätze der Welt sich relativieren. Ronald Blum nennt das Kriterium der Überwindung von Polaritäten als Kennzeichen fortgeschrittener künstlerischer Arbeit. Verschiedene Beispiele aus Film (Superman...) / Märchen (Abenteuer des starken Wanja), Drama (Faust), Bildender Kunst (Der Mann mit dem Goldhelm/ Der Kuss) werden auf dieses Kriterium hin untersucht. Aufgrund der sich zwanglos entwickelnden Gespräche schreitet die Zeit sehr schnell fort. Die eigentlich für diesen Abend geplanten Beiträge (einer von Sabrina Klammer, einer von Ronald Blum) werden auf den nächsten Künstlerzirkel vertagt. PROTOKOLL VOM ERSTEN KÜNSTLERZIRKEL-TREFFEN AM 09.02.07 Ca. 20 Uhr: Verspäteter Beginn wegen Straßensperrungen anlässlich des G 7- Gipfels. 20.00 - 20.30 Uhr: Begrüßung durch Ronald Blum. Anwesende stellen sich kurz vor: Ein Tänzer (Reinhild Hoffmann/ Régine Chopinot), ein Landschaftsarchitekt (Konzeption und Realisierung der Route der Industrienatur uvm.), ein Künstler (Malerei und Grafik-Design), ein Grafik-Designer und freier Fotograf (Hochschullehrer), eine Pianistin (Dozentin an der Folkwang-Hochschule), eine Fotografin, ein Fotograf und Filmemacher, eine promovierte Theologin, ein Pfarrer, eine Psychotherapeutin, eine Diplom- und Tanzpädagogin, eine Psychologin/ Tanzpädagogin und Ronald Blum. 20.30 - 21.20 Uhr: Angeleitete Raumperformance und -meditation. 21.20 - 22.00 Uhr: Peter Davids präsentiert sein Projekt "ParkWay B1", ein 70 km langer Landschaftspark entlang der A 40, das er dem Ministerium und der "Kulturhauptstadt 2010" bereits vorgelegt hat und mit dem er sich nächste Woche der Eigentümerin der A 40 vorstellt. Anschließende Fragen, Rückmeldungen, Diskussion 22.10 - 23.00 Uhr: Vortrag von Ronald Blum zum Thema "Nichts tun– nicht handeln" (im Sinne des wu wei im Daoismus), Transfer zu künstlerischen Schaffensprozessen, Erörterung. 23.00 - 23.30 Uhr: Christian Slamic präsentiert ein Bild (Acryl auf Leinwand). Rückmeldungen, Analyse, Untersuchung von Besonderheiten der Entstehung 23.30 - 23.40 Uhr: Kurze Abschluss- Performance und -Meditation zum Thema "Nichts tun- nicht handeln". |







